#OpenMonday – Female Power
Female Power, Strong Impact: Wie erfolgreiche Frauen die Kultur, Diplomatie und Wirtschaft zwischen Japan und Deutschland prägen
Das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin lädt Sie im Vorfeld des Internationalen Frauentages in Kooperation mit DMG MORI und dem Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreis (DJW) herzlich zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Female Power, Strong Impact: Wie erfolgreiche Frauen die Kultur, Diplomatie und Wirtschaft zwischen Japan und Deutschland prägen“ ein. Das Panel nimmt in den Blick, wie Frauen aus Deutschland und Japan neue wirkungsvolle Formen des Einflusses schaffen, und diskutiert, wie sie den Wandel in beiden Gesellschaften vorantreiben können. Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen!
Montag, 2. März 2026 │ 18.00 – 19.30 Uhr │ Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin
Die Diskussion findet unter Chatham House Rule statt │ Deutsch und Japanisch mit Simultanverdolmetschung
Programm
Ab 17.00 Einlass
18.00 – 18.05 Begrüßung
Dr. Julia Münch, Generalsekretärin, Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin
18.05 – 18.15 Keynote Input
Bundesministerin Dorothee Bär,
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
18.15 – 19.25 Podiumsdiskussion
Bundesministerin Dorothee Bär
I.E. Mitsuko Shino, Botschafterin von Japan in Deutschland
Irene Bader, Mitglied des Vorstands, DMG MORI
Yoko Higuchi-Zitzmann, Senior Advisor, Westbrook Inc
Prof. em. Dr. Michiko Mae, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Anne Pomsel, Geschäftsführung, Deutsch-Japanischer Wirtschaftskreis
Q & A
19.25 Abschluss
Dr. Phoebe Stella Holdgrün, Leiterin Team Projektmanagement, Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin
19.30 Get-Together
20.30 Ende des #OpenMonday
Zur Teilnahme bitten wir Sie, sich über unsere Website zu registrieren.
Aus Sicherheitsgründen bitten wir Sie, keine großen Taschen mitzubringen. Der Parkplatz des JDZB steht am Veranstaltungstag nicht zur Verfügung. Wir bitten um Ihr Verständnis und empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Veranstaltung findet im Rahmen unserer Reihe #OpenMonday statt – einem offenen Veranstaltungsformat, das viel Raum für informelle Begegnungen und Austausch bietet. Es gibt ab 17 Uhr einen Foodcourt, eine „Tandem Talk Corner“ für deutsch-japanischen Sprachaustausch, unsere laufende Ausstellung „kama biraki“, die Brettspiele Go und Karuta, organisiert von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin, sowie eine Ikebana Pop-Up Ausstellung von Ikebana International Berlin e.V.. Das komplette Programm finden Sie auch auf unserer Website.
Alles für die Kunst! Max Liebermann zwischen Strategie und Kulturpolitik
7. Februar bis 25. Mai 2026
Wie wurde aus dem Künstler Max Liebermann (1847–1935) eine derart einflussreiche Figur der Kulturpolitik? Welche Strategien und welches Netzwerk führten ihn aus seinem Atelier an die Spitze von Künstlervereinigungen?
Die Ausstellung „Alles für die Kunst! Max Liebermann zwischen Strategie und Kulturpolitik“ in der Liebermann-Villa am Wannsee wirft einen neuen Blick auf den Künstler: Sie beleuchtet, wie er sich als Wegbereiter der Moderne zum strategischen Kulturpolitiker entwickelte. Liebermann dachte international, pflegte intensive Kontakte zu Künstler*innen im In- und Ausland und setzte sich unermüdlich dafür ein, moderne Strömungen sichtbar zu machen. Die Ausstellung rückt in den Fokus, wie Max Liebermann die Strukturen des Kunstbetriebs meisterhaft nutzte, um seine Ziele zu erreichen: die Anerkennung der modernen Malerei und die Freiheit der Kunst.
Link zur Ausstellung „Alles für die Kunst!“
Öffnungszeiten:
April bis September
Täglich außer dienstags
10 bis 18 Uhr
Oktober bis März
Täglich außer dienstags
11 bis 17 Uhr
An Feiertagen geöffnet
Gianna Surangkanjanajai / Rey Akdogan / Seit…
20.Februar bis 25. Mai 2026
Das Haus am Waldsee feiert 2026 sein 80-jähriges Jubiläum und eröffnet das Ausstellungsjahr mit gleich drei neuen Ausstellungen!
Gianna Surangkanjanajai (*1991 in Köln, lebt und arbeitet in New York) arbeitet vorwiegend skulptural und reflektiert in ihrer Praxis Situationen, in denen Form aus den Bedingungen ihrer Umgebung hervortritt. Ihre Arbeiten greifen häufig geometrische Körper auf, die jedoch weniger als festgelegte Gestalt erscheinen, denn als Ausgangspunkte und Strukturen, die sich im Verlauf materieller Prozesse verschieben oder porös werden. Transparente Volumen fassen Stofflichkeiten, die sensibel auf Licht, Temperatur und Schwerkraft reagieren. Skulptur entzieht sich hier der Gewissheit des Objekthaften und tritt vielmehr als Anordnung hervor, die sich fortwährend neu justiert und sich äußeren Bedingungen gegenüber öffnet. In Momenten, in denen die Arbeiten an Schwellen zwischen materieller und immaterieller Präsenz operieren, entfaltet sich aus dieser Offenheit ein erweitertes Feld von Möglichkeiten.
Rey Akdogan (Heilbronn, Köln, lebt und arbeitet in New York) richtet ihren Blick auf Standardisierungen von Materialien und Wahrnehmungsprozessen, die unsere visuelle Gegenwart prägen. Ihre Arbeiten nehmen medienübergreifende und häufig raumbezogene Formen an, die sich zwischen Projektion, Skulptur und Installation bewegen. Akdogan untersucht, wie Atmosphären entstehen und wie Farbe, Licht und stoffliche Eigenschaften sinnliche Erfahrung organisieren und affektive Räume hervorbringen. Die von ihr verwendeten Materialien – Farbfilter, bedruckte Kunststoffe, Verpackungsfragmente – entstammen industriellen und szenografischen Kontexten und dienen in ihren herkömmlichen Zusammenhängen der Steuerung von Blick und Aufmerksamkeit. In Akdogans Arbeiten lösen sie sich aus diesen festen Bestimmungen und machen die operative Logik dieser Systeme neu erfahrbar.
Eröffnung im Gartensaal
Zum 80-jährigen Jubiläum 2026 richtet das Haus den Blick zurück auf seine Anfangsjahre – auf den Wandel vom privaten Wohnhaus zum Ausstellungshaus, auf Brüche und Kontinuitäten der Nachkriegszeit und auf die Spuren, die diese Entwicklungen im Selbstverständnis der Institution hinterlassen haben.
Eine von der georgischen Kuratorin und Archivarin Nina Akhvlediani (*1989 in Tiflis, lebt und arbeitet in Tiflis) für die ehemalige Garage (heute das Café) entwickelte Displayarchitektur ermöglicht flexible Formen der Präsentation von Archivalien. Im Dialog mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen eröffnen sich neue Perspektiven auf das Haus, die zeigen, dass Archive immer auch ein Spiegel der Gegenwart sind.
Seit… gliedert sich in drei Kapitel. Das erste Kapitel wird von dem Künstler Luciano Pecoits entwickelt und ist vom 20.2. bis 25.5. zu sehen.
Informationen zu den Ausstellungen
Öffnungszeiten:
Ausstellung, Café und Park:
Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr.
An Feiertagen geöffnet
EMILIO VEDOVA – Mehr als Bewegung um ihrer selbst willen
Mit der Ausstellung Emilio Vedova – Mehr als Bewegung um ihrer selbst willen widmet das Kunsthaus Dahlem dem venezianischen Künstler eine Schau, die den Fokus auf seine Berliner Jahre von 1963 bis 1965 legt. Diese Zeit markiert eine wichtige Phase in Vedovas Schaffen, in der er künstlerisch neue Wege beschritt.
Emilio Vedova in Berlin
Eingeladen von Werner Haftmann im Rahmen eines Künstlerprogramms der US-amerikanischen Ford Foundation kam Emilio Vedova (1919–2006) im November 1963 nach Berlin – eine Stadt, die damals wie kaum eine andere für Widersprüche stand: traumatisiert durch die NS-Vergangenheit, zerrissen durch den Kalten Krieg und doch voll kultureller Energie. Diese »Insel-Stadt«, wie Vedova sie nannte, wurde für ihn zum Schauplatz einer höchst produktiven künstlerischen und gesellschaftspolitischen Bestandsaufnahme. Vedova zog in das ehemalige Staatsatelier Arno Brekers in Dahlem, einem historisch aufgeladenen Ort nationalsozialistischer Propagandakunst, dem seine Arbeiten nun diametral gegenüberstanden. In der riesigen Mittelhalle des Gebäudes entstand eine Vielzahl von Werken, die von großer Experimentierlust zeugen.
Über die Ausstellung
Die Ausstellung im Kunsthaus Dahlem konzentriert sich auf die seltener gezeigten Arbeiten aus Vedovas Berliner Zeit. Zu sehen sind einige der vor Ort entstandenen Plurimi – sowohl in Form von Modellen, als auch als ausgeführte Werke. Mit ihnen sprengte der Künstler die Grenzen der Malerei und überführte sie in die Dreidimensionalität. Doch liegt den Werken nicht nur eine formale Auseinandersetzung mit dem Tafelbild zugrunde, sondern auch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart der Stadt. Es war ihm ein großes Anliegen, jenen Künstlern nachzuspüren, die Berlin einst zu kultureller Blüte verhalfen, den Expressionisten ebenso wie den Dada-Künstlern. Collagen und Grafiken, die er wiederholt als »Hommage à Dada« bezeichnete, zeugen von seiner Auseinandersetzung mit dieser Berliner Strömung der Vorkriegsavantgarde. Zugleich bezog er politisch Position, indem er die Spuren der NS-Vergangenheit und des eskalierenden Ost-West-Konfliktes aufzeigte – nicht durch figurative Bezüge, sondern durch die fehlende Festlegung eines definierten Bildaufbaus und durch einen expressiven Farbauftrag. Für Vedova zeigen die Berliner Plurimi »die Gleichzeitigkeit des Gegenwärtigen, geschehene Ereignisse, die sich immer wieder ereignen und die jeden aufrütteln müssen«.
Die Ausstellung führt chronologisch und thematisch durch Vedovas Berliner Jahre und lädt dazu ein, sein Werk neu zu entdecken. Der Titel Mehr als Bewegung um ihrer selbst willen greift ein Diktum des Künstlers auf:
»Mein Werk ist alles andere als eine Spielerei, Bewegung um ihrer selbst willen, ganz im Gegenteil …«.
Damit verweist die Schau auf das zentrale Anliegen des Künstlers: Bewegung nicht als Selbstzweck, sondern als Ausdruck gesellschaftlicher, politischer und menschlicher Erfahrungen zu begreifen. Für das heutige Publikum bleibt dabei Vedovas Kunst hochaktuell – als leidenschaftliches Plädoyer für Freiheit, kritisches Denken und künstlerische Unabhängigkeit.
Link zur Ausstellung „EMILIO VEDOVA – Mehr als Bewegung um ihrer selbst willen“
Öffnungszeiten:
Mittwoch – Montag: 11 – 17 Uhr
Dienstags geschlossen
